Es war für mich dringend an der Zeit mich ein klein wenig weg zu träumen. Zurück in die Südtiroler Alpen. Deshalb habe ich euch meine ganz persönliche Hitliste zusammen gefasst.

Eins will ich euch direkt mit auf den Weg geben. Solltet ihr einen der folgenden zehn Sätze hören oder in einem Wanderführer lesen, nehmt schleunigst eure Beine in die Hand und verschwindet. Denn es bedeutet im Klartext, dass der Weg zum wohlverdienten Apfelstrudel entweder noch extrem lang oder extrem beschwerlich wird.

1. "Ab da vorne ist es schon nicht mehr so steil." Am besten drehst du dich direkt um, trittst den Rückweg an und lässt deine Wanderbegleitung einfach zurück. Wer dir diese fiese Lüge auftischt, ist nämlich von der ganz miesen Sorte.

2. "Die Kuh ist nur neugierig." In dieser Situation empfehle ich dir, einen Puffer zwischen dich und die Kuh zu bringen. Entweder indem du schneller läufst, oder deine Wanderbegleitung zwingst, sich schützend zwischen dich und die Kuh zu werfen.

3. "Hinter der nächsten Biegung kann man den Gipfel bestimmt schon sehen." Nein. Einfach nur Nein.

4. "Nein, heute brauchen wir keine Sonnencreme." Schaden tut sie trotzdem nicht.

5. "Heute können wir die Wanderstöcke zuhause lassen. Das wird eine sanfte Tour." Hahahahaha! Ich lache immer noch.

6. "Nein, wir müssen uns nicht beeilen. Das Gewitter zieht sicher an uns vorbei." Ok, zugegeben, das Gewitter ist tatsächlich an uns vorbei gezogen. Sich trotzdem zu beeilen hat sich jedoch mächtig gelohnt. Ich war nämlich früher bei meinem Apfelstrudel.

7. "Spätestens wenn wir oben sind, haben sich die Wolken verzogen." Ich hätte ahnen sollen, dass diese massive Wolkendecke an diesem Tag ganz sicher nicht aufreißen wird. 20 Minuten mussten wir warten, bis wir überhaupt gesehen haben wo es zum Gipfelkreuz geht.

8. Auch ganz fies: Wegbeschreibungen in Wanderführern. Meine Erfahrung ist, dass diese Wegbeschreibungen mehr Vorschläge des Buchautors sind.

9. Dazu direkt mein Lieblingszitat aus meinem "Lieblings"-Wanderführer: "Nach einem sanften Anstieg...". Wenn ich an diesen "sanften Anstieg" zurück denke, wird mir heute noch ganz anders.

10. Zu guter Letzt: Wettervorhersagen. Ganz was feines. Jeden Morgen gab es in unserem Hotel eine Anzeige mit der Vorschau der nächsten Tage. 8 Tage lang wurde uns das ein und selbe Wetter angezeigt. Wir hätten auch würfeln können. Das wäre ähnlich zuverlässig gewesen.

*Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag ist selbstverständlich mit einem Schmunzeln zu lesen. Jede dieser Situationen ist mir zwar genau so passiert, aber ich habe weder meine Wanderbegleitnug mitten in der Pampa stehen lassen noch ihn einer Kuh zum spielen überlassen.

Wer hier schreibt und läuft

Hey, mein Name ist Michaela und lange bevor ich zum Laufen gekommen bin, habe ich meine Liebe zum Schreiben entdeckt. Erst Gedichte und Geschichten und irgendwann für mehrere Zeitungen und diverse Magazine und Webseiten. Da ich beruflich leider nicht mehr so viel schreibe, wie ich gerne würde, habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Hier möchte ich meine beiden großen Leidenschaften miteinander verbinden und euch mitnehmen auf eine kleine Reise durch meine Laufwelt! Eure Curly

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